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Texte

Raum zum Wohlfühlen

Entspannung für Körper, Geist und Seele 

Vom Lebensfrust zur Lebenslust - ich zeige Dir wie!       

                                                                                                                                 


   Sozusagen grundlos vergnügt

    Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen

    Und das es regnet, hagelt, friert und schneit.

    Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,

    Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.

Daß Amseln flöten und daß Immen summen,

daß Mücken stechen und daß Brummer brummen.

Daß rote Luftballons ins Blaue steigen.

Daß Spatzen schwatzen und daß Fische schweigen.

Ich freu mich, daß der Mond am Himmel steht

Und daß die Sonne täglich neu aufgeht.

Daß Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,

    Gefällt mir wohl, da steckt ein Sinn dahinter,

    Auch wenn die Neunmalklugen ihn nicht sehn.

    Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!

    Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.

    Ich freue mich vor allem, daß ich bin.

    In mir ist alles aufgeräumt und heiter:

    Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.

    An solchem Tag erklettert man die Leiter,

    Die von der Erde in den Himmel führt.

    Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,

-   weil er sich selber liebt- den Nächsten lieben.

    Ich freue mich, daß ich mich an das Schöne

    Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.

    Daß alles so erstaunlich bleibt, und neu!

    Ich freu mich, daß ich...Daß ich mich freu!

        Mascha Kaléko

 

 

...und er bedeutete mir mit den Augen noch einen Moment

zu schweigen. 

Der Flüchtigkeit trotzen. Nicht in Gedanken gleich weiterreisen und

auch nicht mit der Vergangenheit verhaftet bleiben.

Die Kunst anzukommen.

An einem, nur einem Ort zur gleichen Zeit zu sein.

Ihn mit allen Sinnen wahrnehmen.

Seine Schönheit, seine Hässlichkeit, seine Einzigartigkeit.

Sich überwältigen lassen, ohne Furcht.

Die Kunst zu sein, wo man ist.

 

       Stufen

   Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
   Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
   Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
   Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
   Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
   bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
   Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
   In andre, neue Bindungen zu geben.
   Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
   Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

   Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
   An keinem wie an einer Heimat hängen,
   Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
   Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
   Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
   Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
   Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
   Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

   Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
   Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
   Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
   Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

   Hermann Hesse

 

 

 

   Noch einmal leben

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im Nächsten Leben würde ich versuchen mehr Fehler zumachen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
Ich würde mich mehr Entspannen. Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,

Ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.

Ich würde nicht so gesund leben.

Ich würde mehr riskieren,

Ich würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr Bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben

Falls du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken;
vergiss nicht den jetzigen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt
Und weiß, dass ich bald sterben werde.“  
Jorge Luis Borges

 

  Wag es, und die Welt ist Dein,
  Eine neue Welt gestalte,
  Wenn in Trümmern liegt die alte,
  ohne Trost und Hoffnungsschein.
  Rege Dich – und schalte und walte,
  neue Lebenskraft entfalte,
  wag es, froh und frei zu sein!

  Lerne dulden und ertragen,
  Lern im Unglück nicht verzagen!
  Wag es, frei und froh zu sein!
  Auch in diesen trüben Tagen
  ist ein Glück noch zu erjagen!
  Wag es – und die Welt ist Dein.

   August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

 

  Schwinge dich zum Mond empor!

  Selbst, wenn du ihn verfehlst, landest du bei

den Sternen!

  

 

  Wer immer tut, was er schon kann, 

  bleibt immer das, was er schon ist!

 

 

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,

bewegt sich die Vorsehung auch.

Alle  möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen.

Und ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung und sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche  unvorhergesehene Zufälle,

Begegnungen und materieller Hilfen, die sich keine Mensch je erträumt haben könnte.

Was immer du tun kannst, ob groß oder klein, beginne es.

Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.

Beginne jetzt!

Johann Wolfgang von Goethe